Zahlreiche polnische Speditionen stehen nach den tiefen Einschnitten der Jahre 2008 und 2009 trotz einer leichten Konjunkturverbesserung im 1. Halbjahr 2010 vor dem Aus. Hinzu komme, so Marek Tarczynski, Vorsitzender der Logistik- und Speditions-Kammer, ein harter Preiskampf. Unternehmen verzeichneten Umsatzrückgänge bis zu 40%.
Die Frachtraten von Polen in andere Länder hätten sich im ersten Quartal 2010 um 60% verbessert. Umgekehrt aber verzeichneten Frachtraten nach Polen eine Steigerung um 137% gegenüber demselben Zeitraum 2009. Tarczynski wie auch Jan Buczek, Vorsitzender der größten polnischen LKW-Vereinigung, kritisieren vor allem auch die Banken wegen ihrer Finanzpolitik. Noch immer hätten zahlreiche Unternehmen mit den hohen Krediten aus den letzten beiden Jahren zu kämpfen. Neues Geld sei nur unter erschwerten Bedingungen zu bekommen. So müssten viele Investitionen in neue Zugmaschinen oder Kühlauflieger zurückgestellt werden. „Wir fahren mit dem Material, was wir haben“, betonte Buczek. sich auch Lohndumping bei Fahrern sei heute keine Ausnahme mehr. Buczek rechnet mit einer großen Veränderung in der Struktur der polnischen Speditionen.
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